Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie und Koordinationschemie

Cyclodextrin-Komplex

In der Forschung geht es bei uns um Kohlenhydrat-Metall- und um Nitrosyl-Metall-Komplexe. Das linke Bild zeigt ein Beispiel für eine Kohlenhydrat–Metall-Wechselwirkung. Die Liganden sind hier α-Cyclodextrin-Dianionen. Sie schauen auf drei der zylindrischen Cyclodextrin-Moleküle von der Seite her drauf. Jedes Cyclodextrin-Molekül ist aus sechs Glucose-Einheiten aufgebaut. Eine Glucose-Einheit erkennen Sie an ihrem Sechsring, den Sie in den oben liegenden Teilen des Cyclodextrins gut erkennen können (der unten liegende Teil ist so dargestellt, als ob er im Nebel verschwände; Quelle: K. Benner, J. Ihringer, P. Klüfers, D. Marinov, Angew. Chem. 2006, 118, 5950–5954; Angew. Chem. Int. Ed. 2006, 45, 5818–5822. Etwas zu Nitrosylkomplexen als dem neueren Schwerpunkt finden Sie beim aktuellen Highlight.

Die bioanorganische Lehre wird durch das Buch rechts unterstützt, in dem die zweistündige Vorlesung Bioanorganische Chemie auf ungefähr den doppelten Umfang erweitert wurde, um ein rundes Bild dieses sich schnell entwickelnden Fachgebiets geben zu können. Die Vorlesung wurde in den vergangenen Jahren zunächst von Peter Klüfers, dann von Sonja Herres-Pawlis und jetzt von Lena Daumann gehalten.

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Koordinationschemie (AC3)

Aktuelle Koordinationschemie (AC7–9)

Vorlesung zum Lehramtler-F-Praktikum (LAF)

Oberseminar

Das aktuelle Highlight

In den letzten Monaten haben die Highlights mit dem Erscheinen neuer und spannender Publikationen nicht Schritt gehalten. Jetzt aber wieder: Hyponitrit ist der Trivialname für das N2O22−-Ion. Trotz seiner einfachen Zusammen­setzung ist es kein typischer Lehrbuch-Ligand, da es erst in den letzten Jahren Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und zwar als Intermediat im Stick­stoff­stoff­wechsel. Mikroorganismen können nämlich eisen­katalysiert 2 NO über N2O22−, HN2O2 und (vermutlich) H2N2O2 zu N2O + H2O reduzieren (was für die Organismen toll ist, für das Klima aber weniger). Für die Formulierung enzymatischer Katalysecyclen ist es natürlich hilfreich, wenn über die beteiligen Liganden Basis­information vorliegt. Hierzu konnten wir nun beitragen, indem der erste einkernige Komplex des HN2O2-Ions synthetisiert und charakterisiert wurde: D. Beck, P. Klüfers: HN2O2 as a Ligand in Mononuclear Hydrogen­hyponitrite-κ2-N,O Ruthenium Complexes with Bisphosphane Co-Ligands. Chem. Eur. J. 2018, 24, 16019–16028. Die Arbeit hat das Label Hot Paper bekommen.