Fakultät für Chemie und Pharmazie

News Archive - 2007

Pfad der RNA enthüllt - Satelliten-Navigation für Biomoleküle

Das Entstehen einzelner RNA-Moleküle zu beobachten – diesen von vielen Wissenschaftlern gehegten Traum hat sich ein Team aus Chemikern und Biochemikern um Professor Jens Michaelis und Professor Patrick Cramer an der Ludwig-Maximilians- Universität (LMU) München erfüllt. Im Rahmen des Exzellenzclusters Nanosystems Initiative Munich (NIM) haben sie eine Methode entwickelt, mit der sich die Moleküle an der Spitze der RNA beim Transkriptionsprozess nanometergenau verfolgen lassen. Bei dem in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) vorgestellten Verfahren wird unter Ausnutzung des Energieübertrags zwischen Fluoreszenzfarbstoffen die Distanz des RNA-Moleküls zu mindestens drei fest verorteten Molekülen gemessen und daraus wie bei der Satelliten- Navigation die Position des RNA-Moleküls bestimmt. Diese Beobachtungsmöglichkeit bietet eine wichtige Grundlage für das Verständnis von Mechanismen der Genregulation.

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Nachschub für die Massenproduktion - Zentraler Apparat des Zellwachstums sichtbar gemacht.

Zellen müssen große Mengen Protein herstellen, um wachsen zu können. Dazu müssen die Proteinfabriken selbst, die Ribosomen, in hoher Zahl gebildet werden. Der erste Schritt dazu wird durch ein riesiges Enzym im Zellkern bewerkstelligt, die RNA-Polymerase I oder Pol I. Das macht Pol I zu einem wichtigen Regulator des Zellwachstums, das ohne Proteinmassenproduktion nicht erfolgen kann. Gerät das Zellwachstum außer Kontrolle, entsteht Krebs. Trotz der Bedeutung von Pol I war bislang aber nur wenig über das Enzym bekannt, vor allem, weil es nicht in großen Mengen hergestellt werden konnte. Ein interdisziplinäres Forscherteam um Professor Patrick Cramer und Professor Roland Beckmann, Genzentrum und Department für Chemie und Biochemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konnte nun die dreidimensionale Struktur der Pol I sichtbar machen und ihre Funktion detailliert untersuchen. Wie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Cell“ berichtet, zeigte sich unter anderem, dass Pol I sorgfältiger arbeitet als die bislang untersuchte Schwester- Polymerase Pol II, die die Baupläne für die Proteinsynthese liefert. Cramer und Beckmann gehören dem Exzellenzcluster „Center for integrated Protein Science Munich (CIPSM)“ an.

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Pilotstudie des Wissenschaftsrats: Forschungsrating Chemie

Department Chemie und Biochemie schneidet sehr gut ab. Weitere Informationen finden Sie dieser PDF-Datei.

Schülerinfotag 2008

Die Fakultät lädt Schüler ein. Weitere Informationen gibt es hier.

02. März 2008, Fakultät CUP

LMU schneidet im CHE Excellence Ranking hervorragend ab

Die Chemie liegt in der Top-Gruppe des CHE Excellence Rankings. Weitere Informationen finden Sie in dieser PDF-Datei.

Zellulärer Frachtverkehr - Die Ladung hilft beim Bau der Lokomotive

In jeder Zelle herrscht reger Frachtverkehr: Durch eine Vielzahl von Transportprozessen werden Zellkomponenten zielgenau an ihre jeweilige Wirkungsstätte transportiert. Motorproteine wirken dabei als zelluläre Lokomotiven. Ein Wissenschaftlerteam um Dr. Dierk Niessing vom GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie Professor Ralf-Peter Jansen, ebenfalls vom Genzentrum, widmete sich nun der Frage, wie die zelluläre Lokomotive und ihre Fracht zu einem funktionierenden Transportkomplex zusammenfinden. Sie untersuchten, wie die Bäckerhefe Transportkomplexe zusammenbaut, um ihre zelluläre Fracht mit Hilfe eines so genannten Typ V Myosins, eines Motorproteins, zu transportieren. Wie in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ berichtet, kann dabei das Frachtgut am Zusammenbau dieser Motoren beteiligt sein.

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Neue Einblicke in poröse Nanostrukturen - Gezielte Freigabe von Medikamenten im Körper denkbar

Mesoporöse Nanostrukturen versprechen wahre Universalgenies zu werden: So sollen etwa winzige Kügelchen mit noch winzigeren Poren Medikamente an die richtige Stelle im Körper transportieren und dort gezielt freisetzen. Damit sich diese Materialien aber auch genau so verhalten, wie man es von ihnen erwartet, muss man möglichst genau verstehen, wie sie von innen aussehen und wie sich zum Beispiel Moleküle von Arzneimitteln wie etwa Proteine in ihnen bewegen. Mit einer Kombination von Einzelmolekülfluoreszenzmessungen und Elektronenmikroskopie gelang einem Wissenschaftlerteam um Professor Christoph Bräuchle und Professor Thomas Bein, Department Chemie und Biochemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, im Rahmen der Exzellenz-Cluster „Nanosystems Initiative Munich (NIM)“ und „Center for Integrated Protein Science Munich (CiPSM)“ ein dazu wichtiger Schritt. Wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ berichtet, konnten sie erstmals die lokale Struktur von mesoporösen Nanostrukturen und die Bewegung von Molekülen in solchen Strukturen miteinander korrelieren.

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Dynamisches Duo auf der DNA - Neuer Mechanismus der Genregulation entdeckt

Wie entsteht aus genetischer Information ein Protein? Zunächst muss ein Gen, also ein spezifischer DNA-Abschnitt, abgeschrieben werden. Das dafür zuständige Enzym RNA-Polymerase II kann die so genannte Transkription aber nicht alleine initiieren. Erst wenn an der Startsequenz des Gens, am Promoter, mehrere Hilfsfaktoren einen Komplex gebildet haben, bindet auch das Enzym. Bislang wurde die Initiation der Transkription als statischer Prozess gesehen, bei dem Transkriptionsfaktoren an einer Stelle binden und wieder loslassen. Ein Forscherteam um Privatdozent Don C. Lamb vom Department für Chemie und Biochemie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Professor Michael Meisterernst vom GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit konnte jetzt aber eine unerwartete Dynamik nachweisen. Wie sie online in der Fachzeitschrift „Nature Structural and Molecular Biology“ berichten, kann der „Negative Cofaktor 2 (NC2)“ das „TATA-Box bindende Protein (TBP)“ auf Promotoren entlang der DNA in Bewegung setzen. Diese Bewegung von TBP entlang der DNA impliziert neue Möglichkeiten, Promotoren zu erreichen oder aber sie zu räumen. In den Versuchen wurden Proteine des Menschen und die von Hefe untersucht – möglicherweise ist die Beweglichkeit von TBP also eine Eigenschaft aller Eukaryonten, also der Organismen, die – anders als Bakterien – einen Zellkern besitzen.

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Vom Ursprung der biologischen Evolution - Blick in die Zelle zeigt frühes Protein aus der "RNA-Welt"

Nach der so genannten „RNA-Welt-Hypothese“ gab es früh in der biologischen Evolution eine lebende Welt ohne das Erbmolekül DNA. In dieser Zeit war wohl eine der DNA chemisch nahe verwandte Nukleinsäure, die RNA, das Maß aller Dinge: Sie war Speicher der Erbinformation und auch zentraler Katalysator der Lebensprozesse. Für diese frühe „RNA-Welt“ gibt es noch keine eindeutigen Beweise, doch verdichten sich die Hinweise. Einen wichtigen, bislang fehlenden Baustein für die Hypothese haben Professor Patrick Cramer, Leiter des Genzentrums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Mitglied der Leitung des Exzellenzclusters „Center for integrated Protein Science Munich (CIPSM)“, und seine Mitarbeiter Elisabeth Lehmann und Florian Brückner nun gefunden. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ berichten, hat ein zentrales Enzym heutiger Organismen – und auch des Menschen – Fähigkeiten, die aus der Zeit der RNA-Welt stammen. „Das Enzym ist die RNA-Polymerase II“, sagt Cramer. „Im Kern ist sie nach unseren Ergebnissen wohl das älteste oder eines der ältesten Proteine.“

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Resistenz bei Chemotherapie - Wie sich Tumoren gegen den Wirkstoff Cisplatin wehren

Eierstockkrebs, Lungenkrebs, Harnblasenkrebs und andere Tumorerkrankungen: Der Wirkstoff Cisplatin wird bei verschiedenen bösartigen Geschwulsten erfolgreich eingesetzt. Das Zellgift bindet sehr stabil an das Erbmolekül DNA und verhindert dadurch unter anderem dessen Verdopplung durch Enzyme, die so genannten DNA-Polymerasen. Das aber ist Voraussetzung für die Zellteilung. Gelingt die Blockade durch Cisplatin, können sich die Tumorzellen nicht mehr vermehren und sterben. Einige Patienten aber - bei Hodenkrebs etwa fast jeder Fünfte - entwickeln eine Resistenz gegen Cisplatin. Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München um Professor Thomas Carell vom Department für Chemie und Biochemie und Professor Karl-Peter Hopfner vom Genzentrum konnten nun einen der zugrundeliegenden Mechanismen aufklären. Wie die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Science"berichten, verdoppelt die DNA-Polymerase "Eta" die DNA trotz der Blockade durch Cisplatin - und erzeugt so Resistenz gegen den Wirkstoff. Mit Hilfe der dreidimensionalen Kristallstruktur des Enzyms im Komplex mit Cisplatin-gebundener DNA konnten die Forscher zeigen, wie die Polymerase das Erbmolekül auch über das Hindernis hinweg kopieren kann. Diese Ergebnisse sollen nun helfen, wirksamere Chemotherapeutika zu entwickeln.

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.

Exkursion zum Industriepark Burgkirchen/Gendorf für Studenten und Doktoranden

Weitere Informationen finden Sie im Einladungsschreiben.

12. November 2007, Exkursion

Veranstaltungsreihe "Leading Entrepreneurs" des LMU Entrepreneurship Center

Vortrag von Oliver Samwer zum Thema "Wie baue ich einen erfolgreichen Internet Start-Up – Lessons learned" Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Entrepreneurship Centers.

14. Nov. 2007, 19 Uhr s.t., HS A 240, LMU Hauptgebäude

Verleihung der Römer- und Marcinek-Preise und Übergabe der Master-/Diplom-Zeugnisse

Weitere Informationen finden Sie im Einladungsschreiben sowie auf der Homepage des Römerpreises.

07. Dezember 2007, Fakultät CUP

Münchener Business Plan Wettbewerb 2007/2008

500 Euro fuer die beste Geschäftsidee aus der LMU! Nähere Informationen finden Sie auf der zugehörigen Webseite der LMU.

30. Oktober 2007, 17.00 Uhr, Senatssaal, LMU

Tag der Nanowissenschaften an der LMU

Nähere Informationen finden Sie auf der Nanoday Webseite

13. Oktober 2007, 10 - 17 Uhr, LMU

Karrieretag Biotechnologie

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite von Bio-M.

6. November 2007, 15.00 bis 19.00 Uhr, Buchner Hörsaal, Fakultät CUP

Verleihung des Heinrich-Wieland-Preises 2007

Weitere Informationen finden Sie im Einladungsschreiben sowie auf der Webseite des Heinrich-Wieland-Preises.

26. Oktober 2007, 10 Uhr s.t., Heinrich-Wieland Hörsaal, Fakultät CUP

Scifinder Scholar 2007 erschienen

Weitere Informationen finden Sie in diesem Informationsblatt.

Erstsemesterinformationstag der Fachschaft Pharmazie

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Fachschaft Pharmazie.

11. Oktober 2007, 14:00, Eingangsbereich Haus C, Fakultät CUP

Neue Veranstaltungsreihe des LMU Entrepreneurship Center

Die Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Leading Entrepreneurs" soll Studierenden die Möglichkeit geben, aus Erfahrungsberichten führender Unternehmer zu lernen. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Entrepreneurship Centers.

Beginn: 27. Juni 2007, LMU

Schnupperstudium 2007

Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 sind herzlich eingeladen, auch dieses Jahr wieder am einwöchigen Schnupperstudium Chemie und Pharmazie teilzunehmen.

03. - 07. September 2007, Fakultät CUP

ScieCon Firmenkontaktmesse 2007

Die ScieCon München 2007 bietet Biowissenschaftlern und Medizinern die Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmen aus der Biotechnologie, Pharmaindustrie und der Medizintechnik zu knüpfen und sich über die aktuellen Trends der Branche zu informieren.

16. Mai 2007, Klinikum Großhadern in München

Schüler-Info-Tag 2007

Vorlesungen, Experimente und Führungen an der Fakultät für an der Chemie interessierte Schüler. Weitere Informationen gibt es hier.

2. März 2007, Fakultät CUP

Vortrag von Prof. Dr. Dirk Trauner, Department of Chemistry, University of California, Berkeley

Synthetic Studies on Natural Products and Neurons

26. Februar 2007, 11.15 s.t. Adolf-von-Baeyer-Hörsaal, Fakultät CUP

Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Wolf Peter Fehlhammer

The Public Understanding of Chemistry - neue Wege der Popularisierung von Wissenschaft. Weitere Informationen finden Sie im Einladungsschreiben.

29. Januar 2007, 14:00-16:00, Haus D, Raum D0.001, Fakultät CUP

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