Fakultät für Chemie und Pharmazie

Preise für gute Lehre: Drei Preisträger der LMU

Professor Christian Ochsenfeld, Department Chemie der LMU, Dr. Daniela Kugelmann von der Anatomischen Anstalt der Medizinischen Fakultät sowie PD Dr. Felix Schönbrodt von der Fakultät für Psychologie und Pädagogik wurden mit dem Preis für gute Lehre an Bayerns Universitäten ausgezeichnet. Die Preise für sämtliche bayerische Universitäten vergab Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle am 16.11.2016 im Senatssaal der LMU.

 

Dr. Daniela Kugelmann
Dr. Daniela Kugelmann ist Wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl I Anatomie – Vegetative Anatomie von Professor Jens Waschke. Kugelmann liegt in regelmäßigen studentischen Lehrevaluationen der vergangenen drei Jahren auf dem obersten Platz.
Sie habe sich, heißt es in der Auszeichnungsempfehlung, über ihre Grundlehre hinaus bei der Ausarbeitung und Etablierung neuer Lehrformen und -wege erfolgreich engagiert. Überdies hat sie die Ausbildung studentischer Tutoren am Lehrstuhl für Vegetative Anatomie konzipiert, organisiert und durchgeführt. Hier hat sie sich kontinuierlich weiterqualifiziert, etwa mit zahlreichen Arbeitseinheiten des „Zertifikats Hochschullehre der bayerischen Universitäten“ – so unter anderem mit einer Teilnahme am TutorPlus-Programm der LMU.
Daniela Kugelmann sei eine außergewöhnlich engangierte und motivierte, zudem überaus belastbare und erfolgreiche Lehrende der Medizinischen Fakultät, heißt es in der Begründung.

Professor Christian Ochsenfeld
Christian Ochsenfeld ist Professor für Theoretische Chemie am Department Chemie der LMU. Schon zu Beginn seiner Tätigkeit an der LMU im Jahr 2010 war es ihm wichtig, ein anspruchsvolles und umfangreiches Curriculum in seinem Fachgebiet aufzubauen. Er hat dabei unter anderem Vorlesungen der Theoretischen Chemie neu konzipiert, wobei eine sinnvolle Kombination von neuen und bereits bestehenden Vorlesungen, Übungen und verschiedenen Praktika am Computer (Computational Chemistry) zentral in einem neu etablierten Hauptfach Theoretische Chemie sind. Dabei gelingt es ihm in seinen Vorlesungen an der Tafel, den Studienanfängern die nötigen Grundlagen zu vermitteln sowie einen umfassenden Einblick ins Fach zu geben, ohne sie jedoch zu überfordern. Um den Kontakt zu den Studierenden zu erhöhen und ihren Wissensstand besser einschätzen zu können, setzt Professor Ochsenfeld vielfach auch auf mündliche Prüfungen, was von den Studierenden als sehr konstruktiv und hilfreich empfunden wird.
Er fordert nicht nur die Studierenden auf, ihr Feedback zu seinen Veranstaltungen mit Verbesserungsvorschlägen zu geben, sondern er steht natürlich auch für Fragen zur Verfügung und hilft individuell bei Problemen weiter.
Darüber hinaus ist Christian Ochsenfeld Vertrauensdozent für die Studienstiftung des deutschen Volkes und für die Max-Weber-Stiftung.
Laut Aussage der Studierenden schafft es Professor Ochsenfeld, „durch seine hervorragenden Vorlesungen Studierende für das anspruchsvolle Fach der Theoretischen Chemie zu begeistern.“

PD Dr. Felix Schönbrodt
Felix Schönbrodt ist Principal Investigator am Lehrstuhl für für Psychologische Methodenlehre und Diagnostik von Professor Markus Bühner am Department Psychologie.
Seine Evaluationen zeigten, so die Begründung, dass er Studierende mit seiner engagierten Art sowie seiner Art, Inhalte gut zu präsentieren, begeistere. Zudem hat er die Lehre an der Fakultät strukturell verbessert: 2015 hat er ein Empirisches Praktikum zum Thema „Forschungstransparenz und Open Science“ entwickelt, bei dem die Studierenden den kompletten Prozess einer transparenten Forschung einüben, von der Präregistrierung über reproduzierbare Datenanalyseskripte, bis hin zu offenen Daten und offenem Material.
In den Jahren 2014 bis 2016 hat er des Weiteren Fördermittel eingeworben, um das Seminar „Wissenschaftliches Arbeiten” zu überarbeiten. In dem Projekt wurde ein Kern-curriculum entwickelt und optimierte Folien, Übungen sowie Arbeitsmaterialien bereitgestellt. Durch das Projekt sind vergleichbare Inhalte und Standards für die Studierenden in den verschiedenen Parallelkursen gewährleistet; gleichzeitig werden die Dozierenden unterstützt und müssen das Material nicht immer selbst entwickeln.


Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von ihrer Heimatuniversität vorgeschlagen und erhalten ein Preisgeld von je 5.000 Euro. Ausschlaggebend ist für die Universitäten bei der Nominierung auch das Votum der Studierenden. Die Dozenten zeichnen sich durch ihr überdurchschnittliches Engagement für die Lehre sowie für die Belange der Studierenden aus. Sie arbeiten mit innovativen Lehrkonzepten, die Studierende im Lernen besonders unterstützen und zu einer verständlichen, spannenden Vermittlung komplexer Lehrinhalte beitragen.