Fakultät für Chemie und Pharmazie

Aktuelle Meldungen zu den Labor-Abzügen der Fakultät

Da von verschiedenen Seiten die Frage nach dem Auftreten der Abzugsproblematik gestellt wurde, wird nachstehend der Bericht über die aktuelle Situation durch eine Kurzinformation zur Historie ergänzt

 

Bei der Konzipierung der Abzüge in den 1999 bezogenen Gebäuden in Großhadern wurden die Abzugsleistungen so berechnet, dass nicht nur mit den in Praktika üblicherweise verwendeten Substanzen sondern auch mit sehr giftigen Stoffen, wie sie mitunter in der Forschung eingesetzt werden, sicher gearbeitet werden kann. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfung aller Abzüge stellte eine Fachfirma in jährlichen Abständen fest, dass die geforderte Abzugsleistung sowie der erforderliche Abluftvolumenstrom erreicht wurden.

Da im letzten Jahr gehäuft Störmeldungen an Abzügen auftraten, die daraufhin für Arbeiten mit Gefahrstoffen gesperrt werden mussten, wurde ein Gutachter beauftragt, die gesamte Abzugssituation zu überprüfen. Dabei wurden Probleme mit der Steuerung festgestellt. Um gesundheitliche Schädigungen mit Sicherheit ausschließen zu können, wurden daher Mitte April 2013 in den Häusern B bis F vorsorglich alle Arbeiten mit abzugspflichtigen Gefahrstoffen untersagt. Dies betraf auch Abzüge, bei denen keine Hinweise auf Mängel vorlagen. Da für die weit überwiegende Zahl der Praktikumsversuche geringere Abzugsleistungen ausgereicht hätten, folgte die Totalschließung dem Prinzip maximaler Sicherheit.

Die Sanierung wird jetzt in zwei Phasen erfolgen: Langfristig werden alle Abzüge mit einer neuen Laborabzugsfunktionsanzeige ausgestattet. Kurzfristig soll durch Überprüfung aller Abzüge und gegebenenfalls Neueinstellungen ein Notbetrieb ermöglicht werden, bei dem durch wöchentliches Nachmessen der Abzugswerte durch die Nutzer sichergestellt wird, dass die gemessenen Abzugsleistungen sicheres Arbeiten ermöglichen.

Bei der Einrichtung des Notbetriebs gab es wiederholt Rückschläge, weil anfangs Erfolg versprechende Maßnahmen nur in Teilbereichen anwendbar waren, sodass die Beeinträchtigung des Lehr- und Forschungsbetriebs länger dauerte als ursprünglich veranschlagt. Inzwischen ist es gelungen, die Durchführung aller Pflichtpraktika sicherzustellen. Auch in den Forschungsbereichen konnten in den letzten Tagen etwa 200 Abzüge nach Nachmessungen und Neueinstellungen wieder in Betrieb genommen werden. Eine weitere deutliche Entspannung der Situation ist in der ersten Juni-Woche zu erwarten.


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