Fakultät für Chemie und Pharmazie

Schneller, genauer, empfindlicher: Neue Methode verbessert Sequenzanalysen entscheidend

Blitzschnell und dabei hoch empfindlich: Mit HHblits steht der Proteinforschung ein neues Werkzeug zur Verfügung, das die Analyse von Proteineigenschaften deutlich verbessern kann. LMU-Bioinformatiker um Dr. Johannes Söding vom Genzentrum der LMU entwickelten das neue Verfahren, mit dem verwandte Proteine durch die Ähnlichkeit ihrer Sequenzen - also der Abfolge ihrer Aminosäuren - schneller und genauer aufgespürt werden können als bisher - bei bis zu doppelter Empfindlichkeit.

 

Aus den Eigenschaften bekannter Proteine oder Proteinuntereinheiten kann dann auf die Eigenschaften verwandter Proteine rückgeschlossen werden - einschließlich der Vorhersage ihrer Funktion und Struktur. "Diese Vorhersagen ermöglichen in allen Bereichen der auf molekularem Niveau forschenden Lebenswissenschaften oft ein gezielteres experimentelles Vorgehen", sagt Söding, der auch dem Exzellenzcluster "Center for Integrated Protein Science Munich" (CIPSM) angehört.(Nature Methods, 25.12.2011).

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der LMU.