Glucose ist der Grund-Baustein der Cellulose.


Die D-Glucose liegt im Cellulose-Faden in der beta-Pyranose-Form als 6-Ring-Struktur vor:



Cellulose besteht aus einem Faden, der aus mehreren tausend Glucose-Einheiten aufgebaut ist.



Durch die vielen freien OH-Gruppen an den Seiten des Cellulose-Fadens koennen sich
Wasser-Molekuele mittels Wasserstoff-Brueckenbindungen anlagern. Sie werden dadurch
relativ fest angebunden. Diesen Vorgang nennt man „Chemosorption“.



Wenn trockenes Holz Wasserdampf aufnimmt, dann geschieht das in 3 Stufen,
wobei aber die Abgrenzung dieser 3 Stufen unscharf ist:
  1. Bei der eben beschriebenen Chemosorption werden die ersten Wasser-Molekuele so fest gebunden, dass sich das Gesamtvolumen etwas verringert
    und das Holz sich etwas erwaermt.
  2. In der zweiten Stufe adsorbiert Wasser sich an der Oberflaeche der polaren Cellulosefaeden. Das Holz quillt dabei.
  3. Im der dritten Stufe wird fluessiges Wasser durch Kapillarkraefte in die feinen Kanaele des Holzes hineingezogen.


Copyright: Hans-Ulrich Wagner , Fakultät für Chemie und Pharamzie,
Ludwig-Maximilians-Universität, München, 2001-03-03.